Größen bei Gruppenbestellungen richtig einsammeln
Zuletzt geprüft am 30. Juli 2026
Kurz gesagt
Frag nie nach S, M oder L, sondern nach Zentimetern. Gib eine Größentabelle mit Brustweite und Länge weiter und lass jeden ein Lieblingsshirt flach ausmessen. Der häufigste Fehler bei Gruppenbestellungen ist, dass alle ihre gewohnte Größe nennen – Schnitte unterscheiden sich je Hersteller aber um bis zu eine ganze Konfektionsgröße.
Warum Buchstaben nicht funktionieren
Ein „L“ ist keine Maßeinheit. Zwei Shirts derselben Größenbezeichnung können sich in der Brustweite um mehrere Zentimeter unterscheiden. Slim-Fit-Modelle fallen fast immer kleiner aus als klassische Unisex-Schnitte, Damenschnitte kürzer und enger als Herrenschnitte.
Wenn du in einer Gruppe nach Buchstaben fragst, bekommst du die Größe, die jemand in seinem Lieblingsshirt trägt – nicht die, die er im gewählten Modell braucht.
Die Methode, die funktioniert
Schritt 1 – Tabelle besorgen. Für das konkrete Modell die Maßtabelle mit Brustweite und Länge heranziehen. Wir schicken sie dir auf Anfrage.
Schritt 2 – Flach ausmessen lassen. Jeder nimmt ein Shirt, das gut passt, legt es flach hin und misst zwei Werte:
- Brustweite: von Achsel zu Achsel, mal zwei
- Länge: von der Schulternaht am Hals bis zum unteren Saum
Schritt 3 – Zuordnen. Diese zwei Zahlen mit der Tabelle vergleichen. Bei Werten zwischen zwei Größen: die größere nehmen.
Schritt 4 – Liste führen. Name, gewünschte Größe, Schnitt (Damen oder Herren). Eine einfache Tabelle reicht, aber sie muss vollständig sein, bevor bestellt wird.
Der Puffer, den du einplanen solltest
Erfahrungswert aus Vereins- und Abi-Bestellungen: Es wird eher nach oben getauscht als nach unten. Wenn du zwischen zwei Größen unsicher bist, nimm die größere – ein zu weites Shirt wird getragen, ein zu enges nicht.
Musterteil bei größeren Aufträgen
Bei Großbestellungen schicken wir dir auf Wunsch ein einzelnes Teil zum Anprobieren, bevor die Hauptbestellung läuft. Das kostet ein paar Tage und verhindert die Nachbestellung von zwanzig Shirts in der falschen Größe.
Bei gemischten Teams lohnt es sich, je ein Muster im Damen- und im Herrenschnitt anzusehen.
Häufige Sonderfälle
- Kinder: Größen fallen je Hersteller besonders unterschiedlich aus. Hier ist die Zentimetertabelle unverzichtbar, Altersangaben sind unbrauchbar.
- Sporttrikots: Fallen fast immer enger aus als Freizeitshirts. Eine Nummer größer ist bei Trikots eher die Regel als die Ausnahme.
- Hoodies: Werden häufig bewusst weiter getragen. Frag in der Gruppe ab, ob „normal“ oder „oversized“ gewünscht ist.
